DIREKTHANDEL

Von der Pflanze direkt in eure Tassen

Es ist uns wichtig, mit den Erzeugern im Ursprung in direktem Kontakt zu stehen. Der direkte Handel ermöglicht es uns, unsere Vorstellungen von hochwertigem Kaffee mit den Bedingungen vor Ort in Einklang zu bringen. Neben unseren Kaffeeprojekten und einigen Raritäten, haben wir weitere direkt gehandelte Kaffees in unserem Sortiment, die wir euch hier gerne vorstellen möchten. Wir arbeiten beständig daran, neue, spannende Kaffees direkt von den Farmerinnen und Farmern in eure Tassen zu bringen und nachhaltige Handelsbeziehungen zu etablieren.

PERU »Gran Amoju« BIO

HAUPTNOTE 
Rohrzucker, Vollkornkeks

NEBENNOTE
Kandis, Pflaume

ABGANG
Birne, Haselnuss

SÄURE
1/4

INTENSITÄT
2/4

Unser „Gran Amoju“ kommt direkt aus der Region Cajamarca in Peru zu uns in die Speicherstadt Kaffeerösterei. 

Dieser Kaffee mit hellbraunen Röstaromen verdankt seinen Namen dem Fluss Amojú, der durch die Stadt Jaén fließt – hier wird unser „Gran Amoju“ von einer großen Gemeinschaft aus Kaffeebauern angebaut.
Der Amojú ist mehr als ein Fluss für die Bewohner der Region – er ist das Herzstück und ein Symbol für die Verbundenheit und Zusammenarbeit der Kaffeebauern. 

Lass dich von der Geschichte und dem Geschmack dieses Kaffees verzaubern und erlebe ein Stück Peru in jeder Tasse. 
In der Hauptnote entstehen Aromen von Vollkornkeks und Rohrzucker, die von Kandis- und Pflaumenaromen in der Nebennote abgelöst werden. Zurück bleibt der Geschmack von Haselnuss und Birne im Abgang. 

PERU »FINCA SANTA TERESA«

HAUPTNOTE 
Papaya, Pfirsich

NEBENNOTE
Himbeere, Jasmin

ABGANG
Blaubeere

SÄURE
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INTENSITÄT
2/4

Unser limitiertes Microlot Peru Finca Santa Teresa stammt aus dem Herzen der Amazonasregion in Camporredondo, Provinz Luya. Auf 1.700 m Höhe bewirtschaftet Don Andrés hier eine kleine, aber außergewöhnliche Finca, die als Referenz für hochwertigen Spezialitätenkaffee gilt.

Vor rund 14 Jahren begann er mit dem Kaffeeanbau – aus Leidenschaft für Natur und Landwirtschaft. Heute wachsen auf etwa drei Hektar ausschließlich Geisha-Varietäten, die unter idealen klimatischen Bedingungen und auf nährstoffreichen Böden zu besonderer Qualität reifen.

Für Don Andrés ist Kaffee weit mehr als ein Produkt: Er steht für Hingabe, Respekt und sorgfältige Arbeit. Gemeinsam mit seiner Familie konzentriert er sich heute ganz auf die Verarbeitung von Geisha-Natural-Kaffee und arbeitet kontinuierlich daran, Qualität und Wissen weiterzuentwickeln.

Mit Noten von Papaya und Pfirsich in der Hauptnote, Himbeere und Jasmin in den Nebennoten und Blaubeere im Abgang ist er durch und durch ein fruchtiger Begleiter für besondere Momente. 

PERU »QUEROFINCA«

HAUPTNOTE 
Orangenblüte

NEBENNOTE
Erdbeere, Hibiskus

ABGANG
Birne, Butterkeks

SÄURE
2/4

INTENSITÄT
2/4

Unser Peru Querofinca ist nach der Farm benannt, die Alex Barrantes auf 1.923 m Höhe  in Queromarca bewirtschaftet: „Quero“ (Queromarca) und „Finca“ stehen für seine enge Verbindung zu Land und Gemeinschaft.

Über die Jahre hat er seine Finca konsequent zu einem Ort entwickelt, an dem hochwertige Kaffeequalität und Innovationsgeist zusammenkommen. Angebaut werden ausschließlich ausgewählte Varietäten wie Typica, Caturra und Bourbon, die für ihre milden, feinen Aromen und eine ausgewogene Balance bekannt sind. Die fruchtbaren Böden verleihen den Kaffees einen vollmundigen Charakter mit zarten Obstnoten. Alex’ Ziel ist es, seine Finca als nachhaltiges Vorbild zu etablieren – deshalb setzt er durchgehend auf nachhaltige Anbaumethoden, die nicht nur die Qualität seiner Kaffees sichern, sondern auch die natürliche Umgebung rund um die Finca stärken.

KENIA AA »Kirinyaga«

HAUPTNOTE 
Clementine, Orange

NEBENNOTE
Granatapfel, Limette

ABGANG
Ananas, dunkle Schokolade

SÄURE
3/4

INTENSITÄT
2/4

Die »Guama Coffee Factory« liegt im westlichen Teil des kenianischen Bezirks Kirinyaga und ist seit 1974 eines von rund 3.500 Mitgliedern der Baragwi Kooperative. Zusammen verarbeiten sie jährlich rund 750 Tonnen Kaffeekirschen. Die aus dieser Region stammenden Varietäten SL34 und SL28 sind heute weltweit für besonders weichen, harmonischen Kaffee und eine lebendige, unvergleichliche Säure bekannt und entsprechend begehrt.

Der Kaffee wird von Hand gepflückt und gewaschen aufbereitet. Hierbei werden die Kaffeekirschen wenige Stunden nach ihrer Ernte vom sie umgebenden Fruchtfleisch befreit und anschließend für bis zu 24 Stunden in Wassertanks kontrolliert fermentiert. Hierdurch werden letzte Anhaftungen entfernt und die feine Säure sowie die besonderen Aromen hervorgehoben. Nach einem weiteren 16-18-stündigen Waschprozess wird der Pergamentkaffee für rund 3 Wochen getrocknet.

Dank der Baragwi Kooperative profitieren die Bauern von besseren Preisen und einer effizienten Vermarktung ihres Kaffees. »Guama Coffee« legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und Qualität im Anbau und der Aufbereitung der Rohkaffes. Dieser Einsatz wurde bereits mit einigen Zertifikaten belohnt, die garantieren, dass der Kaffee den internationalen Standards entspricht und gleichzeitig das sozioökonomische Wohl der Bauern gefördert wird. 

KOLUMBIEN »Finca Guayacanes« entkoffeniert

HAUPTNOTE 
Marone, Milchschokolade

NEBENNOTE
grüner Apfel, Rauch

ABGANG
geröstete Nüsse

SÄURE
2/4

INTENSITÄT
2/4

Seit 1972 ist die 64 Hektar große Finca Guayacanes – von der wir diesen Kaffee direkt beziehen – in Besitz der Familie Vélez. Ursprünglich gehörte sie Juliana Vélez‘ Vater Dario Vélez, der jedoch 2001 unter tragischen Umständen ums Leben kam. Erst 2009 war die Familie wieder in der Lage, sich intensiv um die Finca zu kümmern und so das Erbe des Vaters aufrecht zu erhalten. In der Region kam es in den Jahren zwischen 2000 und 2009 immer wieder zu schweren Gewalttaten, sodass eine Bewirtschaftung der Finca in dieser Zeit für die Familie zu gefährlich war.

Juliana betreibt die Finca inzwischen mit einem tiefen Verständnis und Respekt für die einzelnen Prozesse des Kaffeeanbaus und die sie umgebende Natur. Besonders im letzten Jahr hat sie sich akribisch mit dem Erhalt und der Verbesserung der Böden beschäftigt, die ein wichtiger Bestandteil im Kaffeeanbau sind. Sie selbst sagt »Der Erhalt der Natur ist für mich das Wichtigste – unsere Erde zu respektieren und sie nicht weiter zu schädigen.«. Langfristig möchte sie die Finca deshalb auf biodynamischen Anbau umstellen und die Prozesse nachhaltig optimieren.

Angebaut werden auf der Finca hauptsächlich die Kaffeevarietäten Colombia, Caturra und Castillo. Caturra ist eine Zwerg-Mutation der ursprünglichen Bourbon-Bohne. Obwohl sie sehr empfindlich ist, ist sie in Lateinamerika äußerst beliebt, da sie besonders ertragreich ist.
Bei Castillo handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Colombia Varietät, die häufig süß und fruchtig schmeckt. Entwickelt wurde sie 2005 von dem kolumbianischen Forscher Jaime Castillo und wurde schnell zur in Kolumbien am häufigsten angebauten Varietät.

Den Namen »Guayacanes« trägt die Finca aufgrund der sie umgebenden wunderschön blühenden Guayacán-Bäume, die auch auf den Kaffeesäcken abgebildet sind. Neben Kaffee wachsen an den steilen Hängen auch Zitronen, Orangen, Mandarinen, Avocados, Guaven und Pflaumen. Zur Ernte werden die menschlichen Helferinnen und Helfer in dem unwegsamen Gelände auf der Finca außerdem von zwei Maultieren unterstützt, die täglich etwa 1.000 Kilo Kaffeekirschen von den Hängen zur Aufbereitungsanlage bringen.

Neben Kaffee ist Julianas zweite größte Leidenschaft übrigens Musik. Wenn ihr sie etwas näher kennenlernen möchtet, könnt ihr euch eines ihrer Lieder anhören.

Geschmacklich entwickelt der entkoffeinierte »Finca Guayacanes« Noten von Milchschokolade und Marone in der Hauptnote, Rauch und grünem Apfel in der Nebennote sowie geröstete Nüsse im Abgang. Diesen Kaffee gibt es neben der klassischen Filterkaffeeröstung auch als kräftige Espressoröstung – für alle, die einen entkoffeinierten Espresso genießen möchten.

Juliana Veléz Kolumbien Finca Guayacanes
Kolumbien Finca Guayacanes Ausblick
Thailand Akha Hilltribes, 100% Arabica, Direkthandel

THAILAND »Akha Hilltribes«

HAUPTNOTE 
Cashew

NEBENNOTE
Schwarztee

ABGANG
Rohrzucker

SÄURE
2/4

INTENSITÄT
2/4

In den malerischen Bergen Nordthailands liegt auf 1.300 – 1.500 m ü. NHN das kleine Dorf Pang Khon, von dem wir diesen wunderbaren Kaffee beziehen. In dem Bergdorf des Akha Volkes leben gerade einmal ca. 350 Menschen. Bereits seit 20 Jahren werden hier Kaffeesträucher kultiviert, sodass es kaum verwunderlich ist, dass sich fast alle Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes mit Kaffee beschäftigen.

Dass wir diesen Kaffee beziehen können, verdanken wir Nussara (Avou) und Jürgen Wittmann (links im Bild), die selbst seit 2012 drei Hektar Farmland in der Nähe Pang Khons bewirtschaften und über die Jahre eine intensive und freundschaftliche Beziehung zu den Bewohnerinnen und Bewohnern der umliegenden Bergdörfer aufgebaut haben. Mit viel Einsatz und Leidenschaft haben sie darüber hinaus weitere soziale und infrastrukturelle Projekte in der Region ins Leben gerufen: Unter anderem das »Kaffeedorf« Mae u Mong, das sie mit Wissen, Jungpflanzen und Equipment versorgen.

Dank der stabilen Abnahmemengen und der fairen Bezahlung können die Kaffeebäureinnen und -bauern den Anbau vor Ort stetig weiterentwickeln. In den letzten Jahren hat Ghan – die Hauptansprechparterin in Pang Khon – zum Beispiel in optimale Lagerhallen und Sortieranlagen, in experimentelle Aufbereitungsmethoden sowie in die Aufzucht vielversprechender Arabica Varietäten investiert.

Daneben begleiten Nussara und Jürgen die Farmerinnen und Farmer, mit denen sie zusammenarbeiten, bei allen Prozessen von Anfang bis zum Ende der Kaffeesaison und unterstützen sie sowohl finanziell als auch bei der praktischen Arbeit.

Die Haupterntezeit findet in Thailand übrigens zwischen November und März statt. Mehr Infos über Nussara, Jürgen, ihre Kaffeepartner, das Akha Volk und ihr Engagement findet ihr unter: mystichilltribe.com

GUATEMALA »Mataquescuintla«

HAUPTNOTE
Mandarine, Sanddorn

NEBENNOTE
Schwarzbrot

ABGANG
Walnuss

SÄURE
2/4

INTENSITÄT
2/4

Der Guatemala Mataquescuintla stammt aus der Region New Oriente im Osten Guatemalas, genauer aus dem Gebiet um die Stadt Mataquescuintla in Jalapa. Seit den 1950er-Jahren bauen hier kleine Familienbetriebe Kaffee an, der heute die Hänge der Region prägt. Die Pflanzen wachsen auf 1.300 bis 1.800 Metern Höhe auf vulkanisch-metamorphen Lehmböden, deren ausgewogenes Mineralprofil für eine klare und harmonische Tasse sorgt.

Mit einer kleinen Jahresproduktion gehört der Mataquescuintla zu den exklusiven Spezialitätenkaffees Guatemalas. Sein klares, lebendiges Profil verbindet Eleganz mit Tiefe und macht ihn zu einem Kaffee für alle, die fruchtige Nuancen und ein außergewöhnliches Aroma schätzen.

Aus den Varietäten Bourbon, Catuai und Pache Colis entsteht ein ausgewogener Arabica-Kaffee mit fruchtiger Frische und feiner Struktur. In der Tasse zeigen sich Sanddorn und Mandarine als Hauptnoten, begleitet von einer dezenten Schwarzbrot-Note und einem Walnuss-Abgang. Die Säure ist angenehm balanciert, die Intensität mittel, das Mundgefühl saftig und rund.

ÄTHIOPIEN »Guji Qumere« BIO

HAUPTNOTE
Jasminblüte, Lavendel

NEBENNOTE
Clementine, Himbeere

ABGANG
Butterkeks

SÄURE
2/4

INTENSITÄT
2/4

Unser Äthiopien Guji Qumere stammt aus der Guji-Zone in der Region Oromia und wird in der Washingtoners Station Qumere  aufbereitet.

Die Wurzeln dieses Kaffees liegen in der Vision von Tesfaye Bekele, dem Gründer der Suke Quto Farm. Nach verheerenden Buschbränden in den 1990er Jahren initiierte er ein Wiederaufforstungsprojekt, bei dem einheimische Schattenbäume gezielt mit Kaffeepflanzen kombiniert wurden. Sein Ansatz versteht Kaffee nicht nur als Handelsprodukt, sondern als Instrument zur ökologischen Regeneration und zur Schaffung nachhaltiger Perspektiven für die lokale Gemeinschaft.

Die Farm wird im sogenannten »Halbwaldsystem« bewirtschaftet. Gedüngt wird ausschließlich natürlich: Laub, Äste und organische Pflanzenreste verbleiben als Mulch auf dem Boden, schützen vor Erosion, speichern Feuchtigkeit und verwandeln sich zu nährstoffreichem Humus. So entsteht ein stabiler, geschlossener Nährstoffkreislauf, der die Bodenfruchtbarkeit langfristig erhält.

Dieser respektvolle Umgang mit Natur und Gemeinschaft spiegelt sich im Charakter des Kaffees wider – authentisch, nachhaltig und voller regionaler Identität. Geschmacklich begeistert er mit jasminblütigen und lavendelartigen Noten, frischer Clementine, saftiger Himbeere und einem feinen Butterkeks‑Abgang.