Kaffeereise durch Indien

von Attappadi bis nach Chikkamagaluru

Im April 2019 war unser Kollege Max in Indien unterwegs und hat uns mit auf eine spannende Reise in die Kaffeewelt Indiens genommen.

erster Stopp

Attappadi Tribes

Attappadi

Angefangen hat die Reise im Reservat der »Attappadi-Stämme«. Das Reservat wurde 1973 von der Regierung von Kerala zum Wohle der dort lebenden Menschen ins Leben gerufen und wird seit 1985 biologisch bewirtschaftet.

 

In dem Reservat leben die Menschen im Einklang mit der Natur und pflanzen hauptsächlich Robusta Kaffeesträucher an. Neben den Kaffeepflanzen werden Nelken, Kardamom, Pfeffer, Kurkuma, Ingwer, Muskat und Arecanut angepflanzt, welche unter anderem für den außergewöhnlichen Geschmack des Kaffees verantwortlich sind.

 

Die Erntezeit findet zwischen November und Februar statt und war 2018/2019 mit knapp 100 Tonnen Kaffee sehr erfolgreich.

 

Die Kaffeebauern züchten jährlich in der Baumschule neue Kaffeepflanzen um die alten Kaffeesträucher von Zeit zu Zeit zu ersetzen.

 

Nicht nur die Kaffeeplantagen, sondern die gesamte Natur auf dem Reservat haben Max beeindruckt und zeigen wie wichtig es ist, dass sich verschiedene Organisationen für biologisch produzierten Rohkaffee und den Erhalt der dort lebenden Stämme einsetzten.

Erde der 18 Conejo Kaffeeplantage

Kaffeepflanzen mögen es schattig.

Daher wachsen die kleinen Kaffeesträucher zwischen »Schattenbäumen« wie  Pfeffer, Orangen, Nelken oder Muskatnussbäumen die auch für den jeweiligen Geschmack des Kaffees mitverantwortlich sind.

zweiter Stopp

MSP Coffee Estates

Shevaroy Hills

Erde der 18 Conejo Kaffeeplantage

Max zweiter Stopp waren die MSP Estates. Die Estates bestehen aus sieben Plantagen, welche in den Shevaroy Hills liegen und bereits in der fünften Generation geführt werden. Die Kaffeevarietäten werden zwischen Schatten spendenden exotischen Frucht- und Gewürzbäumen angebaut, welche den Kaffeebohnen einen einzigartigen Geschmack verleihen.

 

Nach der Ernte werden die Kaffeebohnen auf den Plantagen in der Sonne getrocknet, bevor sie vor Ort geröstet werden bzw. der Rohkaffee verpackt und verschickt wird. Was Max direkt positiv aufgefallen ist, ist wie organisiert und gepflegt die ganze Plantage ist.

 

Mit der »dritten Kaffeewelle« welche für eine hochqualitative Kaffeeproduktion steht, hat auch MSP angefangen sich auf Spezialitätenkaffee zu konzentrieren und speziellere Lots für den wachsenden Markt aufzubereiten.

Dabei wurde anders als erwartet nicht der Kaffeeanbau umgestellt, sondern die Aufbereitungsmethode des Kaffees verändert. Mit der aktuellen Ernte 2019 konnte damit das erste Mal nach fünf Generationen auch Spezialitätenkaffee angeboten werden.

Dritter Stopp

Ein Besuch auf der bekannten Bio-Farm »Yellikodige« hat sich Max natürlich nicht entgehen lassen. Die Farm befindet sich auf 1.150 m im Distrikt Karnataka und ist in Indien aufgrund ihrer außergewöhnlichen Geschichte bekannt.

 

Das Estate wurde 1888 gegründet und bereits 1989 auf eine biologische Anbauweise umgestellt. Die Plantage war seit dem immer in Besitz verschiedener Ornithologen, die besonders auf die Artenvielfalt geachtet haben. Was leicht am teils bis zu 150 Jahre alten Baumbestand zu erkennen ist.

 

Ein Gang durch die Pflanzungen fühlt sich eher wie ein Besuch im Urwald an, als auf einer Kaffeeplantage. Durch die gesunde Bewirtschaftung können dort mehr als 75 verschiedene Vogelarten beobachtet werden.

 

Aktuell wird die »Yellikodige« Farm von Ekata Coffee geleast. Neben den anfallenden Aufgaben auf der Bio-Farm, kümmern sich die Mitarbeiter von Ekata um den Kaffeeanbau, bei welchem die Kaffeesträucher ohne den Einsatz von Pestiziden und chemischen Dünger auf natürliche Weise herangezüchtet werden.

Das spiegelt sich auch in dem einzigartigem Geschmack des Kaffees wieder.

Erde der 18 Conejo Kaffeeplantage

Yellikodige Bio-Farm

Chikkamagaluru